Roman

Jean de Palacio: Das Porträt

Bibliographische Angaben

ISBN 978-3-98965-100-5
1. Auflage 2024
Festband mit Schutzumschlag
136 Seiten
11,5 x 18,5 cm
18,00 € (D)

Mit einem Vorwort von Ilina Gregori
Übersetzt aus dem Französischen von Alexandra Beilharz

„Das Porträt an der Schlafzimmerwand ließ sie nicht aus den Augen. Es schien jede ihrer Bewegungen zu verfolgen …“

Inhalt

Maurice Guilhon möchte das Sprachensterben beenden. Unermüdlich notiert er vom Vergessen bedrohte Wörter, um so möglichst viele Sprachen vor dem Verschwinden zu bewahren.
Ale eine ungewöhnliche Frau in sein Leben tritt, befällt eine seltsame Krankheit die Wörterbücher: die Zeitformen der Verben verschwinden, wie von Zauberhand verlöschen die Wörter auf den Buchseiten. 
Ein Roman der anspruchsvollen phantastischen Literatur, eine Reflexion über das sprachliche Erbe der Welt und zugleich selbst ein Sprachkunstwerk. 

Nachruf

Erinnerung an Jean de Palacio (1931–2024)

Am 27. November 2024 verstarb Jean de Palacio in Burgund.
 
Jean de Palacio war nicht nur ein herausragender Literaturwissenschaftler und Komparatist, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Seine Vorlesungen im altehrwürdigen Amphi Guizot der Pariser Sorbonne und sein Colloquium zur Literatur der Décadence sind für jene, die sie besucht haben, unvergesslich.

Er war Spezialist für Mary Shelley sowie für die Literatur der Décadence. Neben seinen literaturwissenschaftlichen Forschungen widmete er sich dem literarischen Schreiben und veröffentlichte in Frankreich sechs Romane, von denen Das Porträt als erster ins Deutsche übersetzt wurde. 

Der Flur Verlag wird Jean de Palacio stets in dankbarer Erinnerung behalten. Alexandra Beilharz 

Pressestimmen 

Franz Schneider, Rhein-Neckar-Zeitung

„ ,Lieben Sie Borges?‘, würde man Jean de Palacio gerne fragen. … ein kleines, feines Büchlein voller Lücken und Leerstellen. Eine tragische Geschichte darin, erzählt in oft lakonischen Sätzen, aber eben nicht ohne Magie der Bibliophilie. … Ahnt man, dass es sich hier um eine in ihrer Schlichtheit hochgradig virtuos gefertigte Miniatur voller Sprachphilosophie und Kulturkritik handelt?“  

Maria Herlo, Mannheimer Morgen

„Die Sprache des Autors nimmt einen durch den Reichtum an symbolischen und allegorischen Elementen … restlos gefangen. Dahinter verbirgt sich ein enormes Wissen, eine unbändige Lust am schöpferischen Bild.“